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RPi im RZ: Tipp #2 - Der Zeiger liegt in der Kurve...
Verfasst am: 13.11.2013, 20:56   Autor: killerbees19
Bereits beim letzten Mal habe ich mit fake-hwclock die Lösung für ein Zeitproblem beim Raspberry Pi im Rechenzentrum angesprochen. Damals noch zur Umgehung von Problemen bei der Dateisystemüberprüfung beim Systemstart. Doch auf die Frage: "Wie spät ist es?", kann der RPi so tatsächlich nur: "Der Zeiger liegt in der Kurve!", antworten. Um ein System ohne Echtzeituhr aber dafür mit aktiver Internetverbindung sinnvoll verwenden zu können, sollte man immer NTP einsetzen. Mittels NTP (und dem gleichnamigen Paket) kann man die virtuelle Uhrzeit des Kernels dauerhaft mit anderen Zeitservern synchron halten. Doch leider gibt es hierbei zwei Probleme:
  • Bis zur ersten Synchronisierung vergehen teilweise mehrere Minuten nach dem Systemstart.
  • Und bei zu großer Abweichung der Zeit, kann NTP die automatische Aktualisierung verweigern.

Beide Probleme kann man mittels ntpdate umgehen, wobei die Zeit ohne Verzögerungen sofort angepasst wird. Doch leider wird ntpdate nur bei Änderungen der Netzwerkschnittstellen (und somit beim Systemstart) ausgeführt. Später müsste man es mittels Cronjob erneut ausführen, riskiert dann aber Probleme durch plötzlich auftretende große Zeitsprünge.

Die Frage ist nun: Wie kann man die Vorteile von ntpdate nutzen, ohne auf den NTP-Daemon verzichten zu müssen?
Lösungswege gibt es sicher einige. Für mich persönlich habe ich (auch schon bei den Docktar's) folgenden Weg gefunden:

Code:
apt-get install ntp ntpdate; update-rc.d ntp disable
echo '# NTP fix for ntpdate' >> /etc/cron.d/ntp
echo '@reboot root /usr/sbin/ntpdate-debian -s; sleep 300; /usr/sbin/service ntp restart > /dev/null' >> /etc/cron.d/ntp


Update vom 10.09.2014: Zur Sicherheit wird "ntpdate" nochmals ausgeführt.
Die letzten Monate haben gezeigt, dass die erste Ausführung oft nicht klappt.


Zur Erklärung: Das Init-Script des NTP-Daemons wird deaktiviert. Stattdessen wird ein Reboot-Cronjob angelegt, der NTP erst nach einiger Zeit startet. Zur Sicherheit über "restart", falls er dazwischen schon manuell gestartet wurde. So hat ntpdate beim Hochkommen der Netzwerkschnittstelle ausreichend Zeit, um die Zeitsynchronisation vorzunehmen. Danach übernimmt die Mutter in Form des Daemons und kümmert sich um die laufende Feinabstimmung. Wichtig dafür ist natürlich, dass der Cron-Daemon funktionstüchtig ist und automatisch gestartet wird.

Nicht vergessen: Das Paket fake-hwclock ist natürlich trotzdem ein wichtiger Helfer und es sollte nicht fehlen!

Dieser Beitrag wurde insgesamt 1 mal geändert. Zuletzt am 10.09.2014, 12:42.


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